Warum diese Site mit Statamic läuft, nicht mit TYPO3
Ich baue seit Jahren TYPO3-Sites — diese Website hier nicht. Eine kurze Notiz dazu, warum die Wahl auf Statamic 6 fiel und für welche Projekte das System sinnvoll ist.
TYPO3 ist seit zwei Jahrzehnten unsere Standardwahl für Sites mit komplexer Redaktionsstruktur, mehreren Rollen und gewachsenen Anforderungen. Für diese Website hier — eine Solo-Beratung mit überschaubarer Inhalts-Topologie — war die Antwort eine andere.
Drei Gründe, gegen TYPO3 zu entscheiden
TYPO3 ist großartig, wenn man es braucht. Bei einer Solo-Site mit einer Hand voll Pages, einem Blog und einer ein-Mann-Redaktion ist das System aber überdimensioniert. Die Komplexitäts-Kosten zeigen sich vor allem bei drei Stellen: Setup-Zeit, Redaktions-Friction und Hosting-Footprint.
Die richtige Frage ist nicht „welches System kann am meisten", sondern „welches passt zur Wirklichkeit dieses Projekts".
Philipp Huberty
Was Statamic anders macht
Statamic 6 läuft auf Laravel, speichert Inhalte standardmäßig als Flat-Files (YAML + Markdown), und trennt Konzepte sauber zwischen Collections, Globals, Navigations, Assets und Taxonomies. Im CP erlebt der Editor das als nahtlosen Tree-Editor; im Repo erlebt der Entwickler das als ganz normale Files in Git.
Wann ich trotzdem TYPO3 wähle
Wenn das Projekt mehrere Redaktionsrollen hat, mehrsprachige Inhalte mit Übersetzungs-Workflows, ein Workspace/Staging-Modell mit Drafts und Approval-Steps, oder eine bestehende Extension-Landschaft — bleibt TYPO3 die richtige Wahl. Statamic kann das alles theoretisch nachbauen, aber TYPO3 hat es schon eingebaut.
Heißt: die Wahl ist projekt-spezifisch, nicht ideologisch. Bei dieser Site hier hat sich Statamic durchgesetzt, weil die Site selbst klein und das Setup damit eine Frage von Stunden statt Tagen war.
